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Abendlicht über der Gradina Ledenice

Die meisten Urlauber bleiben in Novi Vinodolski unten am Meer. Dabei liegt nur wenige Kilometer landeinwärts einer der stimmungsvollsten Orte der Riviera: die Gradina über Ledenice. Auf einem Felsrücken stehen hier die Reste einer befestigten Siedlung, die bis ins frühe 19. Jahrhundert bewohnt war. Man sieht Mauerzüge, Ruinen von über 70 Häusern, die Reste der 1988 eingestürzten Stephanskirche und den runden Friedhof St. Georg.

Ledenice galt einst als Schlüssel zum Vinodol und wird schon 1288 bei der Unterzeichnung des Vinodoler Gesetzbuchs erwähnt. Vom Aussichtspunkt reicht der Blick über Povile und Klenovica bis zum Meer, der Ort soll August Šenoa zu seiner Erzählung über ein Pesthaus inspiriert haben.

Unser Tipp: Am späten Nachmittag hinauffahren oder wandern, wenn die Hitze nachlässt und das Licht weich wird. Festes Schuhwerk ist sinnvoll, denn der Untergrund ist steinig, und Wasser gehört in den Rucksack. Radfahrer erreichen die Gradina auch über die Trekkingroute 304 von Crikvenica.

Wer Zeit hat, schaut im Ort Ledenice noch an der Kirche Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel vorbei, deren Hauptaltar von 1715 stammt. Danach geht es zurück an die Küste, wo der Abend in einer der Konobas von Klenovica oder Povile ausklingen kann.