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Nehaj und die Uskoken

Wer Senj verstehen will, muss die Uskoken kennen. Das waren christliche Flüchtlinge aus dem osmanisch besetzten Bosnien, die die Habsburger in Senj ansiedelten, um die Grenze zu schützen. Von hier aus führten sie mit wendigen Booten einen Kleinkrieg gegen die Osmanen, griffen aber auch venezianische Schiffe an. Venedig nannte sie Piraten, es kam zum Uskokenkrieg, und nach einem Waffenstillstand 1617 wurden sie aus Senj vertrieben.

Ihr Symbol ist die Festung Nehaj von 1558, deren Name so viel wie „fürchte dich nicht“ bedeutet. Sie diente als Wachposten: Rauch- und Lichtsignale von den Inseln und der Küste meldeten feindliche Schiffe.

So erlebst du die Geschichte:

• Steig auf die Festung und geh über alle Stockwerke bis zur Dachterrasse. Die Aussicht reicht von Krk bis zum Velebit.

• Schlendere danach durch die Uskočka-Straße und über den Platz Cilnica in der Altstadt.

• Im Juli verwandeln die Uskokentage Senj für zwei Tage ins 16. Jahrhundert, mit Ritterturnieren, Belagerungen und einer Seeschlacht im Hafen.

• Am 8. August startet an der Festung der große Umzug des Sommerkarnevals.

Tipp: Komm am späten Nachmittag, wenn das Licht weich wird und die Altstadt unter dir golden leuchtet.